Die Samain Stiftung - Erfahrungsbericht über Marlon und Marie

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Updated: 29.03.2014

Bericht über Marlon und Marie

Seit September 2010 begleite ich die beiden Kinder Marlon und Marie regelmäßig beim Heilpädagogischen Reiten.

Über die beiden Kinder:

Marlon und Marie sind Geschwister, die beide das Krankheitsbild Trisomie 21 aufweisen. Marlon ist 5 Jahre und seine kleine Schwester 3 Jahre alt. Beide wohnen in einer kleinen Stadt in der Nähe von unserem Hof. Beide zeigen den typischen Gesichtsausdruck dieser Krankheit, haben aber eine relativ gut entwickelte Körperbeweglichkeit. Marlons Sprachentwicklung ist altersentsprechend weiter fortgeschritten als Maries, doch beide formulieren nur Einwortsätze und geben viele undeutliche Laute oder unvollständige Wortstücke von sich. Marlon reagiert emotional auffallend stark auf Männer, die sich in der Nähe zeigen und rennt auf sie zu. Beide verfügen im wesentlichen über ein heiteres und ausgeglichenes Gemüt.

Zielsetzung und Inhalte einer Therapiestunde:

Eva bei der therapeutischen Arbeit

Zunächst beginnen wir in jeder Stunde mit der Berührung des Pferdes beim putzen und Striegeln, dabei lernen sie sich emotional auf das Pferd ein zu lassen. Sie spüren was es heißt sich tragen zu lassen, sie lernen ihre Ängste zu überwinden, auf ihre Umwelt zu reagieren und ins Gleichgewicht zu kommen, in dem wir z.B. unter Ästen durchgehen. Es fördert sehr stark ihre sprachliche Entwicklung, da das Verlangen nach Ausdruck in ihnen angeregt wird. Um sich mitzuteilen haben Marlon und Marie z.B. innerhalb kürzester Zeit gelernt, die Namen der Menschen und Tiere auszusprechen.

Neben der sprachlichen Erfolge haben sie auch gelernt Gleichgewicht zu halten und selbst ohne sich festzuhalten auf den Pferden zu reiten. Marlon hat den Ablauf der Stunde bereits bestens begriffen und weiß genau was als nächstes zu tun ist. Pferde putzen, satteln, Helm aufsetzen, reiten, Pferd füttern, Helm aufräumen, absatteln und ganz wichtig zum Schluss noch den Hof nach Neuigkeiten erkunden. Beide haben sehr viel Spaß und lachen viel.

Kurz gesagt unser Ziel ist, die Kinder taktil, emotional, körperlich und sprachlich zu fördern.

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